Es war eine ganz bittere, schmerzvolle Niederlage, die die Austria am Samstag-Abend einstecken musste. Groß war die Hoffnung auf Besserung. In der Schlussphase in Ried konnte man endlich wieder einmal eine mehr oder weniger gute Austria sehen, zudem befindet sich Wiener Neustadt genauso in einer Krise. Und die Hoffnungen waren nicht zu unrecht. 17. Minute – 1:0, Marko Stankovic. Doch die Freude sollte nur kurz andauern. Nur vier Minuten später gleicht Hannes Aigner aus. Die Austria spielt in Hälfte 1 so gut wie schon länger nicht mehr, was vermutlich auch nicht schwer war. 1:1 zur Pause.
Nur wenige Sekunden sind nach Wiederanpfiff gespielt und das Unentschieden ist Geschichte. 46. Minute – Aigner köpfelt nach Flanke von Schicker zur 2:1-Führung ein. Kurios: Beim Anstoß haben sich zwei Wiener Neustädter klar und deutlich in der Hälfte der Austria befunden. Unerklärlich, wie das Schiedsrichterteam das nicht sehen konnte. Auf keinen Fall eine Ausrede, dennoch äußerst bedenklich und ein Armutszeugnis für die österreichischen Schiedsrichter.
Die Austria ist vom Rückstand sichtlich geschockt, hinten mehr als unsicher – und fängt sich in den folgenden 20 Minuten noch zwei Tore ein: Zuerst Simkovic, anschließend Grünwald – 4:1! Ausgerechnet Simkovic und Grünwald, die im Sommer vielleicht wieder zur Austria zurückkehren. Die Austria übt in der Schlussphase nochmals ein wenig Druck aus, wird mit dem 4:2-Treffer von Joker Dario Tadic belohnt. Dennoch: Die Enttäuschung ist groß. Eine Trainer-Diskussion kommt laut Vorstand nicht in Frage.